Zur Navigation wechseln Zum Inhalt wechseln Zum Footer wechseln
Familie schaut aus dem Fenster

Mietpreisbremse gescheitert

Mietpreisbremse gescheitert  dennoch Verlängerung geplant

 

Das Bundesministerium der Justiz hat einen Gesetzentwurf zur Verlängerung der Mietpreisbremse in die Ressortabstimmung eingebracht. Der Entwurf sieht vor, dass die Länder die Möglichkeit erhalten, die Mietpreisbremse bis zum 31. Dezember 2028 zu verlängern. Zudem werden künftig strengere Anforderungen an die Begründung einer entsprechenden Rechtsverordnung gestellt. Der Gesetzentwurf geht auf eine am 10. April 2024 getroffene Vereinbarung zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesjustizminister Marco Buschmann zurück.

 

Dazu Dr. Christian Osthus, Geschäftsführer des Immobilienverbandes IVD Bundesverband:

„Die Mietpreisbremse ist trotz der moderaten Verschärfungen verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat diese 2019, vier Jahre nach Inkrafttreten, nur gebilligt, weil sie örtlich und zeitlich befristet ist. Der Eingriff in die Eigentumsgarantie hat sich durch die lange Geltung von fast zehn Jahren potenziert. Zudem muss sich der Gesetzgeber fragen, ob die Mietpreisbremse überhaupt geeignet ist, den Zweck des Mieterschutzes zu erfüllen. Erstens: Durch die Mietpreisbremse entsteht keine einzige Wohnung. Es wären aber viele Wohnungen entstanden, wenn es die Mietpreisbremse nicht geben würde. Die Mietrechtsverschärfungen der letzten Jahre vergiften das ohne belastete Investitionsklima. Zweitens: Von der Mietpreisbremse profitieren diejenigen, die sich auch eine höhere Miete leisten könnten, weil sich Vermieter häufig für den solventeren Bewerber entscheiden. Drittens: Das Mietniveau ist aufgrund des knappen Angebots trotzdem überproportional gestiegen, so dass man sich die Frage stellen muss, ob die Mietpreisbremse nicht gescheitert ist, was ebenfalls eine verfassungsrechtliche Dimension hat. Die Mietpreisbremse sollte besser 2025 wie ursprünglich geplant auslaufen und alle Kraft in den Neubau investiert werden.

 

Die Idee der Verschärfung der Anforderungen an die Länder sollte auch im öffentlichen Baurecht übernommen werden. So gilt beispielsweise die Beschränkung der Umwandlung von Mehrfamilienhäusern in Eigentumswohnungen auch nur in angespannten Wohnungsmärkten (vgl. § 201a BauGB). Auch bei dieser Regelung, die 2021 nach dem Vorbild der Mietpreisbremse geschaffen wurde, sollten die Länder darlegen, was sie bisher geleistet haben, um eine ausreichende Versorgung herzustellen. Zudem sollte mit der Unart – im Mietrecht wie im öffentlichen Baurecht – Schluss sein, dass Stadtstaaten ihr gesamtes Stadtgebiet zu einer Mangellage erklären können. Dies könnte ganz einfach mit der aktuellen Baugesetzbuchnovelle korrigiert werden.“

 

 

Quelle:

IVD-Pressemitteilung vom 17. Oktober 2024

Weitere News die Sie interessieren könnten:

Fragezeichen aus Holz neben Modellhaus und Münzen

Welche Kosten sind mit einem Immobilienverkauf verbunden?

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Kostenfaktoren bei einem Immobilienverkauf zu berücksichtigen sind und wie Sie durch eine fundierte Marktwert-Diagnose profitieren können.

Mehr erfahren
Junge Familie sitzt auf Sofa

Immobilien für junge Familien: Worauf bei der Standortwahl geachtet werden muss

In diesem Blogpost beleuchten wir die entscheidenden Faktoren, die bei der Standortwahl für junge Familien berücksichtigt werden sollten.

Mehr erfahren
Paar sitzt in renoviertem Zimmer

Renovieren oder neu bauen? Eine Entscheidungshilfe

Unser Team bietet Ihnen umfassende Unterstützung bei der Entscheidungsfindung zwischen Renovieren und Neubauen. Mit unserer langjährigen Erfahrung begleiten wir Sie bei jedem Schritt.

Mehr erfahren
Feld mit Dorf im Hintergrund

Immobilienkauf in ländlichen Gebieten: Vorteile und Besonderheiten

Wolfgang Pauly Immobilien, der Premiummakler Ihres Vertrauens, begleitet Sie mit langjähriger Erfahrung und umfassendem Know-how auf Ihrem Weg zum Immobilienglück auf dem Land.

Mehr erfahren
Makler schlägt mit Frau auf erfolgreichen Abschluss ein

Die Rolle des Maklers: Warum ein Profi beim Immobilienverkauf unverzichtbar ist

In diesem Blogpost beleuchten wir, warum die Zusammenarbeit mit einem Makler nicht nur von unschätzbarem Wert, sondern auch eine vorausschauende Entscheidung bei jeder Verkaufstransaktion ist.

Mehr erfahren
Treppenlift

Barrierefreies Wohnen: Zukunftsplanung für Immobilien

Wir zeigen Ihnen, welche Vorteile barrierefreies Wohnen nicht nur für Bewohnerinnen und Bewohner bietet, sondern auch als wesentlicher Faktor bei Verkaufstransaktionen überzeugen kann.

Mehr erfahren
Zwei Männer sitzen an Tisch mit Modellhaus darauf

Immobilien als Kapitalanlage: Langfristige Strategien

In diesem Blogpost erfahren Sie, wie Sie Immobilien strategisch als langfristige Kapitalanlage nutzen können, um nicht nur von stabilen Renditen zu profitieren, sondern auch Ihr Portfolio erfolgreich auszubauen.

Mehr erfahren
Hände halten gezeichnetes virtuelles Haus

Erbschaftsimmobilien: Was Sie beachten müssen

Erbschaftsimmobilien können eine wertvolle Möglichkeit darstellen, Ihr Vermögen zu erweitern oder zu optimieren. Was Sie rund um Erbimmobilien beachten sollten, lesen Sie hier.

Mehr erfahren
Würfel mit Pfeilen nach oben und unten und Prozentzeichen vor Modellhaus

Aktuelle Zahlen vom Immobilienmarkt Mönchengladbach

In diesem Blogbeitrag werfen wir einen genauen Blick auf die aktuellen Preistrends für Häuser und Wohnungen in Mönchengladbach und analysieren, wie sich diese in den verschiedenen Stadtteilen verändern.

Mehr erfahren
Frau setzt Leuchtmittel in Lampe ein

Nachhaltiges Wohnen: Energiespartipps für Ihr Zuhause

In diesem Blogpost finden Sie praktische Energiespartipps, die Ihnen helfen, nachhaltig zu wohnen, ohne dabei auf Komfort zu verzichten.

Mehr erfahren